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Unternehmensverkauf in der Brandschutzbranche: Marktanalyse, Käuferinteresse und Erfolgsfaktoren für Eigentümer

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf ist und wie mittelständische Unternehmen vom aktuellen M&A-Momentum profitieren.

Jannis Scheufen

Managing Partner

Nov 28, 2025

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Inhaltsverzeichnis

Jannis Scheufen

Managing Partner

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Unternehmensverkauf von Brandschutzunternehmen

Die deutsche Brandschutzbranche befindet sich in einer Phase beschleunigten Wandels. Neue gesetzliche Anforderungen, steigende technische Komplexität, akuter Fachkräftemangel und ein tiefgreifender Generationenwechsel stellen viele mittelständische Unternehmen vor strategische Weichenstellungen. Gleichzeitig entsteht eine historische Gelegenheit: Der Markt ist so attraktiv wie nie zuvor für Investoren und industrielle Käufer, die gezielt nach spezialisierten technischen Dienstleistern suchen.

Während die technische Gebäudeausrüstung (TGA) insgesamt durch Digitalisierung und Klimaneutralität im Fokus steht, rückt nun auch der Brandschutz als eigenständiges Segment ins Interesse. Der Markt für technischen (aktiven) Brandschutz in Deutschland umfasst circa 5 Mrd. € und wächst nachhaltig mit rund 4 % pro Jahr. Strengere Bauordnungen, verschärfte VdS-Richtlinien und höhere Sicherheitsanforderungen führen dazu, dass immer mehr Gebäude und Anlagen nachgerüstet oder neu konzipiert werden müssen. Dieser regulatorische Druck schafft einen stabilen Markt, der weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen funktioniert. Gleichzeitig ist der Zugang streng reglementiert: Ohne bestimmte Zertifizierungen - etwa VdS-Anerkennungen - dürfen Unternehmen an vielen Projekten gar nicht teilnehmen. Für Käufer bedeutet dies: Der einfachste Weg in diesen wachsenden Markt führt über den Erwerb etablierter Brandschutzunternehmen. Vom aktuellen Investoren-Boom profitieren nicht nur die ausführenden Unternehmen in der Errichtung und Wartung von Brandschutzanlagen, sondern auch auf Brandschutz spezialisierte Ingenieurbüros, die Brandschutzkonzepte planen, simulationsgestützt nachweisen und als Schnittstelle zu Bauherren, Behörden und Prüfingenieuren fungieren.

In diesem Beitrag beleuchten wir die wichtigsten Trends, erklären die Gründe für das starke Käuferinteresse und zeigen anhand einer realen Transaktion - dem Verkauf der Weiser GmbH Brandschutz & Technik - wie ein erfolgreicher Unternehmensverkauf in der Praxis aussieht.

Marktumfeld: Warum Brandschutzunternehmen aktuell besonders gefragt sind

Regulatorische Dynamik als Wachstumsmotor und zentrales Thema im Brandschutz

Kaum eine technische Branche wächst so planbar und verlässlich wie der Brandschutz. Grund dafür sind stetig steigende Anforderungen an baulichen, technischen und organisatorischen Brandschutz. Modernisierte Landesbauordnungen, strengere Versicherungsrichtlinien (VdS) und häufigere Prüfpflichten sorgen dafür, dass Bestandsgebäude regelmäßig an aktuelle Vorgaben angepasst werden müssen. So müssen etwa Brandschutzkonzepte bei Umbauten aktualisiert, alte Anlagen modernisiert oder zusätzliche Sicherheitseinrichtungen installiert werden. Dieser permanente Regulierungsdruck schafft ein verlässliches Grundrauschen an Aufträgen, das weitgehend konjunkturunabhängig ist. Selbst in Phasen schwächerer Baukonjunktur bleibt der Brandschutz gefragt, da Eigentümer gesetzliche Auflagen erfüllen müssen - ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu anderen Gewerken. Eine aktuelle Branchenumfrage bestätigt das die Mehrheit der Brandschutzunternehmen für 2025 eine stabile bis leicht bessere Auftragslage erwartet. Kurz gesagt, die Nachfrage bricht nicht ein, sondern verteilt sich allenfalls um - der Markt wächst kontinuierlich, getrieben durch Sicherheit und Gesetzgebung.

Brandschutzingenieure als Taktgeber in Planung und Genehmigung

Ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung im Brandschutz entsteht nicht nur auf der Baustelle, sondern am Planungstisch. Brandschutzingenieure und spezialisierte Ingenieurbüros entwickeln ganzheitliche Brandschutzkonzepte, stimmen diese mit Architekten, TGA-Planern und Statikern ab und begleiten den Genehmigungsprozess mit Behörden und Prüfingenieuren. Gerade bei komplexen Projekten - etwa Sonderbauten, Industrieanlagen oder Bestandsumbauten - entscheidet die Qualität der Planung darüber, ob ein Projekt überhaupt genehmigungsfähig ist und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.

In der Praxis bedeutet das: Ingenieurbüros tragen die Verantwortung für die richtige Auslegung von Rettungswegen, Rauchabschnitten und Schutzzielen, sie erstellen brandschutztechnische Nachweise und setzen dabei zunehmend digitale Werkzeuge wie 3D-Modellierung oder Rauch- und Evakuierungssimulationen ein. Für Investoren sind solche Planungshäuser besonders attraktiv. Sie sind früh im Projektzyklus integriert, prägen die technischen Standards der Branche und gelten häufig als bevorzugter Partner für wiederkehrende Aufträge.

Gleichzeitig verschärfen auch hier die Landesbauordnungen, Sonderbauverordnungen und Richtlinien den Qualifikationsdruck: Ohne nachweisliche Fachplanungskompetenz, anerkannte Sachverständige und belastbare Referenzen sind größere Projekte kaum zu gewinnen. Für gut aufgestellte Brandschutzingenieurbüros bedeutet das eine starke Marktposition - und aus M&A-Sicht einen klaren Werttreiber.

Wiederkehrende Umsätze als Fundament

Ein wesentlicher Vorteil des Brandschutzsektors liegt in der Struktur seiner Erlöse. Wartungen, Inspektionen, Prüfungen und regelmäßige Instandsetzung erzeugen kontinuierliche Einnahmen, oft über viele Jahre hinweg. Beispielsweise müssen Feuerlösch- und Sprinkleranlagen regelmäßig gewartet, Feuerlöscher in festen Intervallen geprüft und Brandmeldeanlagen jährlich inspiziert werden. Viele Brandschutzfirmen haben daher einen großen Teil ihres Geschäfts in Serviceverträgen gebunden. Diese wiederkehrenden Geschäftsmodelle bieten hohe Planungssicherheit und fungieren als stabiles Fundament - selbst Neuanlagen führen meist zu jahrelangem Folgegeschäft in Form von Wartung. Investoren schätzen diese Planbarkeit enorm: In M&A-Prozessen gelten wiederkehrende Prüf- und Instandhaltungsaufträge als besonderer Pluspunkt. Ebenso wichtig ist ein diversifizierter Kundenstamm ohne einzelne Großkunden, die mehr als z.B. 20 % zum Umsatz beitragen. Die Kombination aus regelmäßigem Cashflow und reduzierter Klumpenrisiken macht Brandschutzunternehmen robust - und dadurch für Käufer ausgesprochen attraktiv, die Stabilität und Wachstumspotenzial kombinieren möchten.

Für Brandschutzingenieure zeigt sich ein ähnliches Muster, wenn auch mit anderen Leistungsarten: Wiederkehrende Bestandsaufnahmen, periodische Aktualisierung von Brandschutzkonzepten bei Umbauten, gutachterliche Stellungnahmen oder die begleitende Beratung von Bestandskunden erzeugen ebenfalls wiederkehrende Honorare. Ingenieurbüros, die dauerhaft in Projektpipelines von Projektentwicklern, Wohnungsbaugesellschaften oder Industriekunden eingebunden sind, weisen aus Käufersicht eine vergleichbare Stabilität auf wie serviceorientierte Errichterbetriebe.

Technologische Entwicklung beschleunigt Konsolidierung

Digitale Dokumentationssysteme, vernetzte Brandmelde- und Löschanlagen und softwarebasierte Wartungsprozesse verändern den Markt langfristig. Themen wie Building Information Modeling (BIM) und Smart Building-Technologien erreichen auch den Brandschutz. Viele kleine und mittelständische Unternehmen können das dafür notwendige Investitionsvolumen jedoch nur schwer allein stemmen. Gleichzeitig verlangen Bauherren und Betreiber zunehmend integrierte Lösungen - von der Planung über Installation bis zum dauerhaften Service aus einer Hand. Diese Kombination beschleunigt die Konsolidierung: Größere Unternehmensgruppen oder Plattformen können die neuen Anforderungen leichter erfüllen und suchen aktiv nach spezialisierten Ergänzungen, um ihr Portfolio abzurunden.

Hinzu kommt, dass operative Hürden wie der Fachkräftemangel und die Dokumentationsflut kleine Betriebe besonders belasten. In Branchenumfragen nennen Brandschutzfirmen die wachsende Regulierungskomplexität und fehlende Fachkräfte als größte Herausforderungen der kommenden Jahre. Viele Akteure stoßen an Grenzen, Projekte verzögern sich oder werden abgelehnt, weil Personal oder Know-how fehlen. Hier kommen strategische Käufer ins Spiel: Sie können durch Zusammenschlüsse Skaleneffekte heben - etwa gemeinsame IT-Systeme und zentrale Ressourcen für Personal und Schulung - und so diese Engpässe besser meistern. Kurz gesagt, die steigende technische Komplexität wirkt wie ein Katalysator: Sie treibt kleinere Anbieter in starke Netzwerke. Wer die Zeichen der Zeit erkennt, schließt strategische Partnerschaften. Für Investoren wiederum ergibt sich die Chance, durch Zukäufe technologisch aufzurüsten und gleichzeitig Marktanteile zu gewinnen.

Warum jetzt ein idealer Zeitpunkt für einen Verkauf ist

Eine wachsende Konsolidierungswelle

Strategische Käufer aus der Gebäudetechnik, internationale Industriegruppen und Private-Equity-Investoren treiben aktuell eine dynamische Konsolidierungswelle im Brandschutz. Nach Jahrzehnten der Zersplitterung formiert sich eine erste ernstzunehmende Übernahmebewegung - ähnlich wie sie im Ingenieur- und TGA-Sektor bereits zu beobachten ist. Die Rahmenbedingungen könnten dabei kaum besser sein: Der Markt gilt als rezessionssicher, und zahlreiche Akteure mit Kapital stehen bereit, um sich ein Stück dieses Wachstums zu sichern.

Ein Blick auf die Marktstruktur verdeutlicht das enorme Potenzial: In Deutschland gibt es über 4.500 Brandschutzunternehmen, doch davon zählen weniger als 60 überhaupt zum klassischen Mittelstand. Die Branche ist also extrem fragmentiert, geprägt von Kleinstbetrieben und regionalen Anbietern. Diese Struktur bietet ideale Voraussetzungen für Buy-and-Build-Strategien, bei denen Investoren mehrere kleinere Firmen zu einer größeren Einheit zusammenfügen. Einige Marktteilnehmer haben dies bereits erkannt - etwa die Normec-Gruppe, die 2023 den bekannten Brandschutzplaner hhpberlin übernahm, oder große Baukonzerne wie GOLDBECK, die 2024 die Weiser GmbH kauften. Solche Transaktionen zeigen, dass sich eine Konsolidierungswelle in Gang gesetzt hat, die in den nächsten Jahren an Fahrt gewinnen dürfte. Für verkaufsbereite Unternehmer bedeutet das: Ein steigendes Angebot an Firmen trifft auf eine hohe Käufernachfrage - ein Umfeld, in dem mit professioneller Vorbereitung ausgezeichnete Preise erzielbar sind.

Der Wert erfahrener und zertifizierter Mittelständler steigt

Zertifizierungen wie VdS, DIN 14675 (für Brandmeldeanlagen) oder ISO 9001 sind in der Brandschutzbranche nicht nur Qualitätsnachweise, sondern echte Werttreiber. Sie stellen sicher, dass ein Unternehmen anspruchsvolle Projekte übernehmen und offiziell abnehmen darf - Projekte, die nur wenige Wettbewerber bedienen können. Entsprechend stark ist das Käuferinteresse an Firmen, die diese Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise ist es in Deutschland zwingend erforderlich, eine VdS-Zertifizierung zu besitzen, um an bestimmten Bauprojekten und öffentlichen Ausschreibungen im Brandschutz teilnehmen zu dürfen. Diese Anerkennungen kosten Zeit und Geld und erfordern auch entsprechend zertifiziertes Personal. Folglich bieten sie etablierten Zertifikats-Inhabern einen Schutz vor neuer Konkurrenz und ermöglichen attraktive Margen - im Schnitt über 11 % EBITDA in der Branche des technischen Brandschutzes.

Kein Wunder, dass Unternehmen mit seltenen Zertifizierungen häufig überdurchschnittliche Kaufpreise erzielen. Ein Betrieb, der z.B. die VdS-Anerkennung als Errichter für Sprinkleranlagen besitzt, verschafft einem Käufer den sofortigen Zugang zu einem streng regulierten Marktsegment. Bundesweit erfüllen nur wenige Dutzend Unternehmen diese Voraussetzungen - ein echter USP beim Unternehmenswert. Ähnliches gilt für ISO-zertifizierte Qualitätsmanagement-Systeme oder besondere Zulassungen im baulichen Brandschutz. Insgesamt lässt sich beobachten: Technisch führende Mittelständler mit breiter Zulassungsbasis und exzellentem Ruf erzielen aktuell deutlich höhere Multiplikatoren als der Durchschnitt. In einzelnen Deals der letzten Jahre wurden historisch Multiples von bis zu 10x EBITDA gezahlt - Werte, die früher eher Ausnahme waren. Die klare Botschaft: Qualifizierte, spezialisierte Brandschutzunternehmen waren noch nie so wertvoll wie heute.

Auf der Planungsseite treten an die Stelle klassischer Errichterzertifikate andere Qualitätsnachweise: öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige, anerkannte Prüfingenieure, langjährige Listungen bei öffentlichen Auftraggebern oder eine herausragende Referenzliste in komplexen Sonderbauten. Solche „weichen Zertifizierungen“ sind für Käufer ebenso wertvoll wie formale Anerkennungen, weil sie Zugang zu anspruchsvollen Projekten sichern, die hohe Honorare und Folgeaufträge nach sich ziehen.

Demografischer Wandel als Transaktionstreiber

Viele Betriebe der Branche wurden in den 1980er- und 1990er-Jahren gegründet. Heute stehen zahlreiche Eigentümer im Brandschutz vor der Frage der Nachfolge. Die Inhaber-Generation kommt ins Ruhestandsalter - aktuellen Studien zufolge sind mehr als die Hälfte aller mittelständischen Unternehmer in Deutschland über 55 Jahre alt. Allein bis 2028 planen jährlich rund 100.000 Inhaber ihren Rückzug. Diese demografische Welle macht auch vor dem Brandschutz nicht halt: In den kommenden Jahren drängen so viele familienexterne Unternehmensnachfolgen auf den Markt wie selten zuvor.

Zugleich suchen Käufer gezielt Unternehmen mit klarer Marktposition und langer Historie. Gerade im sicherheitsrelevanten Bereich ist Vertrauen wichtig - und das wächst mit jeder erfolgreichen Projektreferenz über Jahrzehnte. Etablierte Brandschutzfirmen mit erfahrenem Personalstamm und gewachsenen Kundenbeziehungen gelten daher als besonders attraktive Ziele. Die aktuelle Konstellation - viele verkaufsbereite Alteigentümer treffen auf strategische und finanzielle Käufer mit Expansionsplänen - führt zu außergewöhnlich günstigen Bedingungen, um die strategische Zukunft des eigenen Betriebs zu gestalten. Wer also über Nachfolge oder Verkauf nachdenkt, findet jetzt ein ideales Marktfenster vor: hohe Investorennachfrage und damit die Möglichkeit, aus mehreren potenziellen Partnern den besten auszuwählen.

Case Study: Die erfolgreiche Transaktion der Brandschutz Weiser GmbH

Die von MIND begleitete Transaktion der Weiser GmbH Brandschutz & Technik zeigt exemplarisch, wie ein Unternehmen durch technische Exzellenz und klare Positionierung zu einem hochattraktiven Ziel im M&A-Markt wird - und wie ein strukturierter Verkaufsprozess zum optimalen Ergebnis führt.

Ein technischer Hidden Champion

Die Weiser GmbH - vor über 35 Jahren von Peter Weiser als Ein-Mann-Betrieb gegründet - hat sich über die Jahrzehnte zu einem hochspezialisierten Anbieter im aktiven Brandschutz entwickelt. Mit rund 60 Mitarbeitern zum Zeitpunkt des Verkaufes und Standorten in München, Augsburg und Penzberg betreut Weiser einen breiten Kundenstamm in Süddeutschland. Durch konsequente Erweiterung des Leistungsspektrums ist das Unternehmen heute Komplettanbieter für Brandschutzlösungen, der weit über die Region hinaus einen exzellenten Ruf genießt. Individuelle Beratung, Planung, Installation und Wartung - Weiser bietet alles aus einer Hand und hat sich so als verlässlicher Partner für Industrie, Gewerbe und öffentliche Auftraggeber etabliert. Diese Kombination aus tiefem Fachwissen, breitem Angebot und hoher Zuverlässigkeit machte Weiser zu einem begehrten Gesprächspartner für potenzielle Käufer.

Zertifizierungen als strategischer Vorteil

Besonders hervorzuheben ist Weisers technische Anerkennung und Zertifizierung, allen voran die VdS-Anerkennung als Errichterfirma für Sprinkleranlagen. Weiser zählt zu den wenigen Mittelständlern, die Sprinkleranlagen nach VdS-Standard planen, errichten und instand halten durften. Für Kunden bedeutete das: höchstes technisches Können und Qualitätssicherheit nach Versicherungsstandards. Für potenzielle Käufer war es ein klares Signal, dass Weiser Projekte bedienen konnte, die anderen verwehrt bleiben. Hinzu kamen zertifizierte Qualitätsprozesse nach ISO 9001 und die Zulassung gemäß DIN 14675 für Brandmeldeanlagen, welche die Kompetenz in Planung und Installation von Brandmelde- und Alarmierungssystemen dokumentiert. Diese seltene Kombination an Zertifikaten und Fähigkeiten machte Weiser zu einem der attraktivsten mittelständischen Anbieter der Branche - einem Unternehmen, das für strategische wie auch finanzielle Käufer unmittelbar Mehrwert liefern konnte.

Der strukturierte M&A-Prozess: Ablauf und Vorgehen mit MIND

Von der ersten Vorbereitung bis zum Closing wurde die Weiser-Transaktion durch MIND eng begleitet. Im Mittelpunkt stand zunächst eine präzise Positionierung des Unternehmens: Die einzigartigen Stärken - etwa die VdS-Sprinkleranerkennung, die breite Dienstleistungspalette und die starke Marktstellung in Bayern - wurden klar herausgearbeitet. Parallel identifizierte MIND passende Käufergruppen, vom internationalen Baukonzern bis zum spezialisierten Investor. Entscheidend im Prozess war, nicht nur den wirtschaftlich besten Partner zu finden, sondern auch einen Käufer, der kulturell und strategisch zur Weiterentwicklung des Unternehmens passt. Nach einem strukturierten Bieterverfahren kristallisierte sich die GOLDBECK Gruppe als idealer Partner heraus. GOLDBECK, einer der führenden und gleichzeitig familiengeführten Baukonzerne Deutschlands, suchte gezielt nach VdS-Expertise zur Ergänzung des eigenen Leistungsspektrums. Mit der Übernahme durch GOLDBECK kann Weiser nun in eine hochprofitable und wachsende Branche eintreten, zu der sie vorher nur über Nachunternehmer zutritt hatten und seine Position in der Branche weiter ausbauen. Besonders wichtig für die Transaktion: Ein Eigentümer ist bewusst im Unternehmen geblieben und gestaltet nun gemeinsam mit GOLDBECK eine deutliche Wachstumsstory. Zusätzlich dazu ist die Zukunft des Unternehmens und seiner Belegschaft ist gesichert, bestehende Kundenbeziehungen werden nahtlos fortgeführt und durch GOLDBECK als Partner ergeben sich zusätzliche Chancen, etwa die überregionale Expansion.

Durch die vollumfängliche und direkte Investorenansprache von Herrn Köppe stiegen wir sofort mit Angeboten in die Verhandlungen ein, die meine initialen Erwartungen schon weit übertroffen haben. Diese Angebote konnten wir durch die strategische und analytische Aufbereitung von Herrn Scheufen unterstreichen und die Transaktion somit zu einem großartigen Erfolg bringen.

Christian Weiser, ehem. Geschäftsführer der Weiser GmbH Brandschutz & Technik

Die Worte von Christian Weiser machen deutlich: Ein professionell orchestrierter Verkaufsprozess kann erhebliche Wertsteigerungen erzielen. Durch den breiten Marktzugang von MIND kamen Angebote auf den Tisch, die oberhalb der ursprünglichen Preisvorstellungen lagen. Mit fundierter Vorbereitung und Analyse konnten diese Angebote untermauert und letztlich in einen für alle Seiten erfolgreichen Abschluss überführt werden. Die Erfolgsgeschichte Weiser zeigt, wie wichtig neben harten Fakten (Zertifikate, Zahlen) auch weitere Faktoren sind: Vertrauen, kulturelle Passung und eine gemeinsame Vision mit dem Käufer. So entstand aus einem lokalen Brandschutz-Spezialisten ein begehrtes Akquisitionsziel, das heute Teil einer Unternehmensgruppe ist und dort als Kompetenzzentrum für Brandschutz neue Möglichkeiten hat.

Käufergruppen im Brandschutz: Wer kauft und aus welchen Gründen?

Im aktuellen Markt begegnen Unternehmen vor allem drei Käufergruppen, die jeweils unterschiedliche Motive und Stärken mitbringen. Strategische Käufer, Private-Equity-Investoren und Family Offices prägen das Geschehen - und trotz aller Unterschiede verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: den Erwerb gut geführter, technisch starker und zertifizierter Mittelstandsunternehmen im Brandschutz.

Strategische Käufer

Hierbei handelt es sich um Industrieunternehmen oder Dienstleistungskonzerne, die durch Zukauf ihr eigenes Leistungsspektrum erweitern möchten. Im Brandschutz zählen dazu beispielsweise größere Gebäudetechnik- und FM-Unternehmen, Anlagenbauer, Baukonzerne oder auch internationale Brandschutz-Konzerne. Ihre Hauptmotive: Geografische Expansion, Zugang zu neuen Kunden und Projekten sowie die Übernahme von qualifiziertem Personal. Ein strategischer Käufer kann durch den Erwerb etwa eines Sprinkler-Spezialisten sofort eine gefragte Kompetenz im Portfolio haben, statt sie mühsam selbst aufzubauen. Synergien spielen eine wichtige Rolle - z.B. die Bündelung von Planungsressourcen, cross-selling von Brandschutzservices an Bestandskunden oder gemeinsame Einkaufsvorteile. Strategen agieren meist mit langfristigem Horizont und sind bereit, für strategisch passende Ziele tiefer in die Tasche zu greifen. Gleichzeitig achten sie darauf, dass die übernommene Firma ins eigene Gefüge passt. Nach der Übernahme wird das Unternehmen oft in einen größeren Verbund integriert, profitiert dort aber von stärkerer Marke, Kapital und zentralen Funktionen. Für Eigentümer kann ein strategischer Käufer ideal sein, wenn Kontinuität und Ausbauperspektiven im Vordergrund stehen - häufig werden Mitarbeiter übernommen und das Geschäft am bestehenden Standort weitergeführt, während der neue Mutterkonzern für Investitionen und Wachstum sorgt.

Private-Equity-Investoren

Private-Equity-Gesellschaften (PE) treten als Finanzinvestoren auf. Sie sammeln Kapital in Fonds und investieren dieses in vielversprechende Unternehmen mit dem Ziel, innerhalb eines mittelfristigen Zeitraums (typisch 3-7 Jahre) eine deutliche Wertsteigerung zu erzielen. Im Brandschutz reizt PE-Investoren insbesondere die Stabilität der Cashflows und die Möglichkeit, durch Zukäufe eine größere Plattform aufzubauen. Viele PE-Fonds sehen in der fragmentierten Branche die Chance für ein klassisches Buy-and-Build: Man übernimmt ein ausreichend großes Kernunternehmen und tätigt anschließend mehrere Add-on-Akquisitionen, um Marktanteile zu gewinnen und das Leistungsspektrum zu erweitern. PE-Investoren unterscheiden sich von Strategen vor allem durch ihren Exit-Fokus: Sie planen den späteren Weiterverkauf von Anfang an mit ein. Entsprechend konsequent suchen sie nach Werthebeln wie Effizienzsteigerungen, Digitalisierung oder Expansion in neue Regionen/Kundensegmente. Für Unternehmensverkäufer bietet ein PE-Einstieg oft die Möglichkeit, selbst noch einmal mitzupartizipieren - etwa durch Rückbeteiligung (Roll-over) oder erfolgsabhängige Earn-Outs, bei denen ein Teil des Kaufpreises erst bei Erreichen bestimmter Ziele fließt. So können Eigentümer ein Unternehmen verkaufen und dennoch an dessen künftigem Wachstum (mit Unterstützung des Investors) beteiligt bleiben. Ein PE kauft bevorzugt erfolgreiche, profitabel arbeitende Firmen mit Entwicklungspotenzial - Sanierungsfälle meiden sie eher. Für robuste Brandschutzunternehmen mit Wachstumsideen stehen die Chancen gut, einen finanzkräftigen Partner zu finden, der Kapital und Know-how einbringt und im Verbund mit weiteren Akquisitionen einen größeren Branchenplayer formt.

Family Offices

Family Offices sind die Investmentvehikel wohlhabender Familien oder Unternehmer. Sie investieren meist eigenes Vermögen und vereinen Eigenschaften von Finanz- und Strategen: einerseits unternehmerisch geprägt mit oft langfristigem Horizont, andererseits ohne fremden Renditedruck wie klassische PE-Fonds. Im Nachfolgemarkt agieren Family Offices zunehmend aktiv, gerade weil sie keinen festen Exit-Zwang haben und somit geduldiges Kapital bieten. Ihre Motivation liegt häufig im Vermögenserhalt über Generationen hinweg und im nachhaltigen Wachstum des Portfolios. Für mittelständische Firmen im Brandschutz kann ein Family Office ein idealer Käufer sein, wenn Wert auf Langfristigkeit und kulturelle Passung gelegt wird. Oft stammen die handelnden Personen selbst aus dem Mittelstand, verstehen also die Branche und respektieren gewachsene Strukturen. Family Offices sind bei der Deal-Struktur sehr flexibel - von Minderheitsbeteiligungen bis zur vollständigen Übernahme ist vieles möglich. Übergangsmodelle, bei denen der scheidende Unternehmer noch einige Zeit als Beirat bleibt oder eine schrittweise Übernahme erfolgt, sind keine Seltenheit. Die Stärke von Family Offices liegt in der individuellen Abstimmung auf die Bedürfnisse des Verkäufers: Ohne starre Fondsvorgaben können sie z.B. dem Inhaber ermöglichen, zunächst einen Teil zu veräußern und später weiter zu reduzieren. Auch wird das Unternehmen meist nicht kurzfristig weiterverkauft, sondern verbleibt langfristig im Familienportfolio. Für die Mitarbeiter bedeutet das oft Beständigkeit - das Unternehmen soll im Sinne des Gründers weiterentwickelt werden, nicht schnell verwertet. Zu bedenken ist, dass Family Offices sehr heterogen sind: Manche agieren höchst professionell mit eigenem Management-Team, andere eher opportunistisch. Daher ist es für Verkäufer wichtig, das jeweilige Family Office als Partner gut zu prüfen. Insgesamt aber sind Family Offices auf dem Vormarsch - sie haben in den Boom-Jahren viel Kapital aufgebaut und suchen nun nach soliden mittelständischen Unternehmen, die sie langfristig begleiten können. Gerade im Brandschutz, mit seinen stabilen Aussichten, finden sich hier ideale Anlageobjekte.

Mehr dazu: Wer genau sind eigentlich die Käufer im Nachfolgemarkt - und was unterscheidet Private Equity, Family Offices und strategische Käufer voneinander? In unserem ausführlichen Insight-Beitrag „Family Offices, Private Equity & Strategen - Wer kauft eigentlich im Nachfolgemarkt?“ analysieren wir detailliert die Profile, Motive und typischen Deal-Strukturen dieser Käufergruppen - mit klarem Fokus auf die Nachfolge im deutschen Mittelstand.

Wie Eigentümer den Unternehmenswert mit der richtigen Vorbereitung und Beratung gezielt steigern können

Ein erfolgreicher Unternehmensverkauf entsteht nicht spontan, sondern durch frühzeitige Vorbereitung und Professionalisierung. Studien und Erfahrungen der letzten Jahre zeigen: Der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Exit liegt selten am Marktumfeld - sondern fast immer an den Vorbereitungen, die der Unternehmer vorher im Hintergrund gemacht hat. Unternehmen, die ihre Strukturen professionalisiert und die wichtigsten Werttreiber adressiert haben, erzielen nachweislich deutlich höhere Bewertungen als unvorbereitete Verkäufer. Doch was heißt das konkret? Nachfolgend die zentralen Hebel, mit denen Eigentümer den Wert ihres Brandschutzbetriebs aktiv steigern und Risiken aus Investorensicht reduzieren können:

  • Klare Organisation und Prozesse: Käufer bevorzugen Betriebe, die nicht ausschließlich von der operativen Präsenz des Inhabers abhängen. Eine zweite Führungsebene oder erfahrene Schlüsselmitarbeiter sollten vorhanden sein, sodass Know-how und Kundenkontakte auf mehrere Schultern verteilt sind. Ebenso wichtig sind standardisierte Prozesse - idealerweise dokumentiert und zertifiziert (z.B. nach ISO 9001). Wenn ein Unternehmen nachweislich „funktioniert“, ohne dass der Chef jeden Auftrag persönlich steuern muss, sinkt das Risiko für den Käufer erheblich. Das wirkt sich wertsteigernd aus - fehlt eine geregelte Nachfolge oder ist alles Wissen im Kopf des Chefs, führt dies oft zu deutlichen Bewertungsabschlägen.
  • Transparenz in Zahlen und Verträgen: Ein geordnetes Rechnungswesen und aufbereitete Kennzahlen sind Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Verkaufsprozess. Bereinigte Finanzdaten und eine saubere Darstellung des nachhaltigen EBITDA schaffen Vertrauen. Ebenso sollten Umsatzqualität und Auftragsbestand transparent gemacht werden: Welche Erlöse sind wiederkehrend? Wie verteilt sich der Umsatz auf Kundengruppen? Gibt es langfristige Serviceverträge? Unternehmer, die hier frühzeitig für Klarheit sorgen, ermöglichen Käufern eine realistische Bewertung und verkürzen die Due-Diligence-Prüfung. Ein besonderer Pluspunkt ist die Dokumentation von Pipeline und Angebotspolster - zeigt man auf, dass auch künftig mit hohen Aufträgen zu rechnen ist, untermauert das die Wachstumsthese des Käufers. Insgesamt gilt: Je weniger Unsicherheit die Unterlagen bieten, desto geringer der Risikoabschlag im Bewertungsprozess.
  • Wiederkehrende Umsätze und Kundenbindung: Wie bereits beschrieben, zählen Wartungs- und Serviceerlöse zu den wertvollsten Umsatzarten. Ein hoher Anteil wiederkehrender Umsätze (z.B. Prüfungen, Wartungsverträge, periodische Schulungen) wirkt wie ein Multiplikator auf den Unternehmenswert. Eigentümer sollten daher bemüht sein, Serviceverträge langfristig zu binden und ggf. auszubauen, bevor sie in Verkaufsverhandlungen gehen. Auch eine breite Kundenbasis mit langjährigen Beziehungen ist attraktiv - etwa mehrere Rahmenverträge mit Kommunen oder Industriekunden. Wichtig: Kein Einzelkunde sollte übermächtig sein. Die Pflege des Kundenstamms und das Halten von Wartungsverträgen über den Verkaufszeitpunkt hinaus können gezielt den Wert steigern.
  • Technische Exzellenz und Zertifikate: Ein Brandschutzunternehmen mit seltenen Zulassungen, Patenten oder Spezial-Know-how hat eine starke Verhandlungsposition. Eigentümer sollten daher auf den Erhalt und Ausbau ihrer Zertifizierungen achten. Steht eine Rezertifizierung an (z.B. VdS-Anerkennung), sollte diese unbedingt vor einem Verkaufsprozess erneuert werden - ein lückenhafter Zertifikatsstatus schreckt Käufer ab. Umgekehrt erhöht eine zusätzliche Zertifizierung (etwa auch im angrenzenden Bereich Arbeitsschutz, Elektroprüfung etc.) den potenziellen Käuferkreis. Außerdem wichtig: Referenzprojekte und Cases, die die technische Kompetenz belegen. Hat man z.B. komplexe Sonderlöschanlagen für kritische Infrastrukturen erfolgreich realisiert, sollte dies in Informationsunterlagen hervorgehoben und mit Daten untermauert werden. Technische Stärke und Qualität sind Kern der Unternehmens-DNA im Brandschutz - je besser sie dokumentiert sind, desto mehr Vertrauen und Wert schafft man bei Interessenten.
  • Marge und Effizienz: Schließlich spielt auch die Ertragskraft an sich eine Rolle. Die typische EBITDA-Marge in der Branche liegt bei etwa 8-12 %, je nach Geschäftsmodell. Unternehmen, die nachhaltig über 15 % Marge erzielen, senden ein Signal von Effizienz und Preissetzungsmacht. Dies kann etwa durch besonders gute Prozesse, qualifiziertes Personal oder hohe Servicequoten erreicht werden. Käufer schauen hier auf Kennzahlen wie Umsatz pro Mitarbeiter oder Overhead-Quote, um das Skalierungspotenzial abzuschätzen. Eigentümer können durch Optimierungsprojekte (z.B. Einführung einer Branchensoftware, Schulungen zur Produktivitätssteigerung, straffes Kostenmanagement) ihre Profitabilität vor dem Verkauf steigern. Jeder zusätzliche Prozentpunkt Marge kann das Bewertungs-Multiple erhöhen. Allerdings sollte man aufpassen, nicht durch allzu harte Sparmaßnahmen die Substanz zu gefährden - nachhaltig erzielbare Gewinne sind gefragt, Einmaleffekte durch kurzfristige Maßnahmen werden in der Due Diligence deutlich.
  • Methodische Exzellenz und Know-How bei Ingenieurbüros: Für Brandschutzingenieure und Planungshäuser spielen neben Zertifikaten vor allem methodische Standards und internes Know-How eine Rolle: einheitliche Berechnungs- und Dokumentationsstandards, eigene Tools oder Makros, Bibliotheken von Detail-Lösungen, interne Wissensdatenbanken sowie ein klarer Ausbildungsweg für Junior-Ingenieure. Käufer zahlen für Planungseinheiten, die nicht nur vom Know-how einzelner Senior-Partner abhängen, sondern über eine reproduzierbare „Planungsfabrik“ verfügen. Je stärker dieses Wissen im Unternehmen institutionalisiert ist, desto höher ist die Resilienz und desto attraktiver ist das Ingenieurbüro im Verkaufsprozess.

Transaktionsvorbereitung: Neben diesen inhaltlichen Hebeln ist die Prozessvorbereitung selbst ein nicht zu unterschätzender Faktor. Experten raten, frühzeitig (3-5 Jahre) vor dem geplanten Verkauf mit den Vorbereitungen zu beginnen. Dazu gehört eine Vendor Due Diligence im eigenen Haus - also die kritische Überprüfung aller Unterlagen aus Sicht eines Käufers, um mögliche Schwachstellen frühzeitig zu entdecken und zu beheben Typische Schritte sind: Bereinigung der Bilanz, rechtzeitige Verlängerung wichtiger Kundenverträge, Bereinigung von Risiken (z.B. ausstehende Rechtsstreitigkeiten klären) sowie das Zusammenstellen aller notwendigen Dokumente für eine geordnete Prüfung. Je besser vorbereitet ein Unternehmen in den Verkaufsprozess geht, desto souveräner kann es auftreten - und desto mehr Vertrauen entsteht beim Käufer. In vielen Fällen führt ein professionell geführter Prozess daher zu einem spürbar höheren Kaufpreis, weil Risiken eingepreist werden, wenn Unklarheiten bestehen. Es lohnt sich also, erfahrene Berater hinzuzuziehen, um alle Aspekte - finanziell, rechtlich, steuerlich - optimal zu gestalten. Die Verkaufschance des eigenen Lebenswerks sollte man nicht dem Zufall überlassen.

Fazit: Ein historischer Moment für Unternehmen aus dem mittelständischen Brandschutz

Die Brandschutz-Branche steht an einem entscheidenden Wendepunkt. Regulatorik, technische Innovationen und demografische Entwicklungen schaffen ein Marktumfeld, das für verkaufswillige Unternehmer außergewöhnlich günstig ist. Hohe Investorennachfrage trifft auf einen Generationenwechsel - wer jetzt proaktiv handelt, kann seine Zukunft und die seines Unternehmens aktiv mitgestalten. Die Transaktion der Weiser GmbH zeigt eindrucksvoll, wie ein mittelständisches Unternehmen durch Spezialisierung, Qualität und die professionelle Begleitung durch MIND zu einem idealen Kandidaten für einen Top-Investor wurde.

Während im klassischen Hoch-, Infrastruktur- und Tiefbau bereits erfolgreiche Buy-and-Build-Strukturen entstanden sind, in denen Ingenieurbüros sehr erfolgreich mit engagierten Finanzinvestoren im Rücken wachsen, steht der Markt für Brandschutzingenieure erst am Anfang dieser Entwicklung. Genau das eröffnet eine außergewöhnliche Chance: Gut aufgestellte Planungshäuser können sich jetzt als künftige Plattformunternehmen positionieren und damit ein strukturelles Premium auf ihre Unternehmensbewertung realisieren. Wer frühzeitig skaliert, Prozesse professionalisiert und seine technische Exzellenz sichtbar macht, wird für Investoren zu einem hochattraktiven Kernbaustein im entstehenden Konsolidierungsmarkt.

Für Eigentümer, die über Nachfolge oder Verkauf nachdenken, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um die eigenen Optionen zu prüfen. Noch sind die Bewertungsniveaus hoch und die Zahl potenzieller Käufer groß - vom deutschen Mittelstandsinvestor bis zum globalen Konzern. Wichtig ist, die Weichen früh zu stellen: Wer sein Unternehmen zukunftsfähig aufstellt, wird mit deutlichen Bewertungsprämien belohnt. Und wer den Verkaufsprozess strukturiert angeht, sichert den langfristigen Erfolg seines Lebenswerks - für sich, seine Mitarbeiter und seine Kunden. Kurz gesagt: Die kommenden Jahre bieten eine historische Chance für den mittelständischen Brandschutz. Es gilt, sie zu nutzen. Denn so günstig wie heute standen die Zeichen für einen erfolgreichen Unternehmensverkauf selten.